Analyse und Lösungsvorschläge für den Kriminalfall Uricchio

Teil 2

_________________________________________________

 

Pomarico, Basilicata

 

1. Grundstücke im Norden

2. Sozialbauten

3. Überflüssige Durchgangstraße

4. Überlange Planungszeiten

5. Keine Nutzung der Parallelstraße Via O.Leonardi

1. Grundstücke im Norden

_____________________________________________________

 

Die Grundstücke nördlich vom privaten Wohngebäude Uricchio sind weitgehend unbebaut und können noch umfangreich genutzt werden.

Es handelt sich um einen hochwertigen Ortsbereich, weil hier aufgrund von Gutachten festgestellt wurde, dass es sich um ein Gelände handelt, das nicht betroffen ist von den in der übrigen Region vorhandenen Gefahren eines Erdrutsches.

 

Das ist auch der Grund, warum die Familie Uricchio bereits im Jahr 1975 dort ein Mehrfamilienhaus errichtete, auf dessen dazugehörigem Grundstück Freizeiteinrichtungen oder Attraktionen für den Fremdenverkehr geschaffen werden sollten.

 

Solche Projekte hätten nicht nur die rechtmäßigen Einnahmen der Eigentümer erhöht und die Deckung der laufenden Unkosten ermöglicht, sondern auch das überregionale Ansehen der Stadt verbessert.

 

Auf dem folgenden Bild von Street View sieht man die genaue Situation nördlich vom Grundstück:

https://maps.google.de/maps?q=Pomarico,+Strada+Provinciale+Le+Baracche&hl=de&ll=40.528614,16.529692&spn=0.001949,0.003321&geocode=+&hnear=Strada+Provinciale+Le+Baracche,+75016+Pomarico+Matera,+Lukanien,+Italien&t=h&z=18

 

_____________________________________________

Zweitens:

Sozialbauten und überflüssige Durchgangstraße

___________________________________________________

 

Aus chronologischer Perspektive sind folgende Zusammenhänge erkennbar:

 

1975 Errichtung des Mehrfamilienhauses

1980 Allgemeiner Bebauungsplan der Gemeinde, ohne Befragung der privaten Grundstückseigentümer.

Anschließend die Errichtung von günstigen Sozialbauten in einem Neubaugebiet, das eigentlich für repräsentative Zwecke, Kultureinrichtungen und Attraktionen im Fremdenverkehr hätte ausgebaut werden können und damit die Attraktivität des Stadtteils und des gesamten Ortes erheblich gesteigert hätte.

Die bereits vorhandenen Parallelstraßen Via O.Leonardi und Via degli Uliveti hätten nur etwas verbreitert werden müssen. Dann wäre ein ausreichender Abstand zum Privatgrundstück Uricchio eingehalten worden.

 

Es ist sogar fraglich, ob dann die neue Strada delle Baracche überhaupt im Inneren des Ortes hätte gebaut werden müssen. Es gibt dort bereits genug andere Straßen. Außerhalb des Ortes hätte die Regionalstraße auch gebaut werden können.

Der erst im Jahr 2007, also 27 Jahre später errichtete Kreisverkehr wäre dann völlig überflüssig

und eine einfache Abzweigung auf die neue Strada delle Baracche hätte westlich vom Privatgrundstück gebaut werden können, in ausreichendem Abstand und ohne Gefährdung der Bewohner.

 

Der Ausschnitt aus der nachstehenden Luftaufnahme von Street View zeigt, dass sich genau gegenüber dem Privatgebäude der Familie Uricchio einige größere Sozialbauten befinden.

In soziale Schwierigkeiten kann jeder geraten, aber in dem Milieu gibt es gelegentlich auch Umstände, die für auswärtige Besucher nicht sehr einladend sind.

 

Es wurde also eine Bebauung durchgeführt, die den Wert der Lage am Ortsausgang verringerte, auch durch die Errichtung von weiteren, wenig attraktiven, zusätzlichen Industriebauten und Nutzgebäuden, die man ganz woanders hätte hinstellen können.

 

Auf der folgenden Luftaufnahme sind die Zusammenhänge genau zu erkennen:

https://maps.google.de/maps?q=Pomarico,+Strada+Provinciale+Le+Baracche&hl=de&ll=40.527758,16.529183&spn=0.001949,0.003321&geocode=+&hnear=Strada+Provinciale+Le+Baracche,+75016+Pomarico+Matera,+Lukanien,+Italien&t=h&z=18

 

________________________________________________________

Drittens:

Das Bau-Prinzip des Kreisverkehrs und seine Sicherheitsvorschriften

______________________________________________________________

 

Zum vorschriftsgemäßen Bau-Prinzip des Kreisverkehrs, das vor allem Unfälle verhindern soll:

Hauptzweck:

Grundsätzlich muss das Tempo der Autofahrer gebremst werden, auf Plätzen in großen Städten, aber auch bei Einfahrten und Ortsausfahrten.

 

Im letzten Fall heißt das:

Der Kreisverkehr muss außerhalb des Ortes liegen, in klarer Entfernung von Wohngebäuden,

damit die Autofahrer schon weitem die Situation erkennen und rechtzeitig auf die Bremse treten.

Dazu gehören außerdem Stoppschilder, Hinweisschilder, Fußgängerampeln, Zebrastreifen und eine vorherige Tempobegrenzung auf zwanzig Stundenkilometer.

Vor dem privaten Wohngebäude ist nichts davon beachtet und seit vier Jahren auch nicht mehr geändert worden.

_________________________________________

Viertens:

Die ungewöhnlich langen Zeiträume der verschiedenen Baumaßnahmen

_________________________________________________________

 

1975 Fertigstellung des Wohngebäudes

Erst zehn Jahre später:

1980

Allgemeiner Bebauungsplan der Gemeinde, als das Haus längst stand.

Vermutlich wurden die Interessen der Anwohner dabei nicht berücksichtigt, denn einer Durchgangstraße direkt vor einem Wohnhaus hätte niemand zugestimmt.

Beteiligungspflichten im Genehmigungsverfahren und Widerspruchsrechte der Anlieger wurden nicht beachtet.

 

Erst siebundzwanzig Jahre später:

2007/2008 Bau des gefährlichen Kreisverkehrs, überflüssig wegen der Existenz der

Parallelstraße Via O.Leonardi, die man einfach hätte verbreitern können, ohne eine zu große Nähe zum Grundstück Uricchio.

Gesamter Zeitraum bis Ende 2012 = 42 Jahre,

und das riskante neue Bauwerk existiert erst seit fünf Jahren, ohne Notwendigkeit.

Einen Grund für die Errichtung an der jetzigen Stelle gibt es bis heute nicht. Stattdessen existiert immer noch eine Gefahrenstelle.

__________________________________________________

Fünftens:

Die längst vorhandene Parallelstraße Via O.Leonardi

__________________________________________________________

 

Sie verläuft parallel zur Straße vor dem privaten Wohngebäude und wurde bereits als Durchgangstraße mit westlichem Kreisverkehr gebaut.

Dort hätte man die Fahrbahn nur ein wenig verbreitern müssen

und erst in Höhe des westlichen, immer noch unbebauten Grundstücks eine einfache Ausfahrt zur Strada "Le Baracche" schaffen können.

Das alles wäre in ausreichendem Abstand vom Privatgrundstück möglich gewesen und hätte sogar den neuen Kreisverkehr vor der Haustür völlig überflüssig gemacht.

Das erkennt man aber erst, wenn auf der Luftaufnahme beide Parallel-Straßen nebeneinander zu sehen sind, bis zu dem Punkt, wo die Via O.Leonardi nach Süden abbiegt.

Die immer noch existierende Gefahrenstelle hätte sich leicht vermeiden lassen.

 

Hier ist die Luftaufnahme von Street View, auf der man die Situation genau erkennen kann:

https://maps.google.de/maps?q=Pomarico,+Strada+Provinciale+Le+Baracche&hl=de&ll=40.528683,16.528373&spn=0.002451,0.003363&geocode=+&hnear=Strada+Provinciale+Le+Baracche,+75016+Pomarico+Matera,+Lukanien,+Italien&t=h&z=18

 

_________________________________________________

Der nachstehende Crosslink führt zu weiteren, detaillierten Informationen auf der folgenden, separaten Webseite:

www.uricchio.de

www.uricchio.de

__________________________________________________

Hier finden Sie Teil 3 (Anklageschrift):

 

http://magicitaly.jimdo.com/anklageschrift-fall-uricchio/